Theater

Theater, Theater ....

Es ist so was von eiskalt, brrr.
Aber im Büro ist es besser.
Langsam schäle ich mich aus den zusätzlichen Hüllen
und setzte mich.

Am Computer erscheint der Bildschirmschoner Toscana.
Dieses warme dunkle Altrose der Hauswand,
das leuchtend blaue Fenster
und die vielen Blumen davor wärmen.

Plötzlich stutze ich.
Das Altrose weitet sich aus.
Über den Bildschirmrand hinaus!
Mein Blick wandert zum Fenster.

Oh Mann, ist das schön!
Die Häuserreihe hinter dem großen Parkplatz
erstrahlt in demselben Altrosa
wie die Hauswand auf dem Bildschirm.

Wirklich und wahrhaftig.
Nur das Haus rechts ist gelb.
Aber es hat einen warmen Schimmer bekommen
und der gefällt mir gut.

Und während ich schaue
hebt sich das Altrosa,
steigt immer höher,
bis es über den Dächern am Himmel steht.

Wie in einem Theater
hebt sich dieser rosa Vorhang,
verteilt sich am Himmel,
spannt sich in einem weiten Bogen über die Szenerie.

Die Sonne schickt nun goldene Strahlen
Und taucht alles in einen hellen Schimmer.
Wunderbar.
Gold und Rose.

Leider verblasst alles schneller als mir lieb ist.
Die Häuser stehen noch da,
aber eben in weiß, hellgrau, gelb.
Alles so blass, so leer.

So schnell verging dieses Glühen, dieser Zauber
und alles ist wieder so wie es war.
Der Tag beginnt.
Doch ich hoffe auf morgen.


Gabriele Fleischhacker
FFB, den 18.1.2005 11:20 Uhr