Schatten

Dunkle Schatten

Hie und da eine schwarze Wolke.
Dann immer mehr.
Doch die Hoffnung vertreibt sie.
Und plötzlich - aus der Traum.
Das Dunkle, Schwarze packt mich.
Es zerreißt mich in tausend Stücke.
Ich finde nicht mehr zusammen.
Der Alptraum beginnt.

Lautlos schreie ich vor Entsetzen,
Begreife nicht.
Ich verliere mich in der Schwärze.
Drifte immerweiter auseinander,
Bis nichts mehr eine Form, einen Sinn ergibt.
Wo ist hier der Ausgang ?!

Und ein Sog erfaßt mich.
Zieht mich tiefer hinein
Und hinunter ins schwärzeste Schwarz.
Die Kälte kriecht mir bis ins innerste Mark.
Ich bin nur noch ein wimmerndes Etwas, verloren.
Wer schreit hier nur so ?!

Aber ich will leben
Will Licht und Sonne
Will Lachen
Den Wind auf der Haut spüren
Den allesverheißenden Duft des Lebens atmen -
Und langsam weicht das Dunkel,
Finde ich mich wieder.
Alles ist noch diffus, unbestimmt.
Ich bin geschockt, zittere, bin unsagbar müde.
Aber ich lebe.


Gabriele Fleischhacker
26.3.1997