Nacht

Nacht

Komisch der Himmel heute.
Durchgehend grau
wie ein Karton.
Irgendwie zu hell.
Als das Grau
dann auch noch
an einigen Stellen
dunkler wird und sich
zu Wolken zusammenballt,
als sogar zaghaft
der hellblaue Himmel
durchschaut
da kann ich innerlich
nur schreien:
Zu grell,
was soll das!

Wie war das schön heut’ Nacht,
als mich der samtschwarze Himmel
zudeckte wie eine weiche Decke,
als die Sterne nur sanft schimmerten
durch den Dunst der Stadt.

Friede, Ruhe und Geborgenheit.
Einfach wunderbar.

Ich sehne mich nach der Nacht,
dieser dunklen Schwester,
die mit ihrem schwarzen Tuch
alles zudeckt, alles ebnet.
Die die Dimensionen wieder gerade rückt,
mir meinen Platz zeigt.

Komm’ Schwester und laß’ uns tanzen,
uns wiegen im Takt der Sterne,
nicht, als sei es unser letzter Tag,
sondern unser erster.

Gabriele Fleischhacker
26.10.2001