Krippengeschichten

Krippengeschichten

Mein Mann ist der Beste!
Unsere Krippe hat sich ja
in den letzen dreißig Jahren,
na ja, arg vergrößert.

Zuerst baute er
einen Untergrund für die Krippe
mit viel Wiese und großem Baum
für die Vögel und das Eichhörnchen.

Auch einen Bach mit Brücke gibt es
und eine Feuerstelle unter Palmen
mit vielen Häschen - wir hatten mal eines -
und Gänsen und Hühnern drumherum.

Nur die armen Kamele,
mit und ohne Last,
mußten mit ihrem Treiber
auf dem blanken Sideboard gehen!

Aber das hat sich geändert!
Sie haben jetzt auch eine Heimat!
Eine Erweiterung mit spärlicher Wiese,
die in Wüste übergeht.

Am Rand je zwei kleine Dünen.
Zwischen denen auf der rechten Seite liegt ein Kamel
und auf der linken Seite steht der Führer
mit dem bepackten Tier.

Und in der Mitte:
Ein prachtvolles Beduinenzelt!
Original nachempfunden aus einem Buch!
Aus verschiedenfarbenem Filz genäht.

Mit kleinen Ästen als Zeltstangen
und noch kleineren als Pflöcke
für die selbstgedrehten Schnüre.
Das Zelt selbstverständlich mit Frauenabteil!

Zwei kleine Teppiche gibt es -
vom Puppenstubenbedarf - ,
eine tolle Laterne
und natürlich Kupfergeschirr.

Um noch eins draufzustzen
hämmerte er ein Backblech für Brotfladen.
Da muß ich wohl noch
welche aus Knete backen.

Auch eine Röstpfanne mit Rührlöffel hämmerte er.
Die ist laut Buch speziell für Kaffeebohnen.
Die muß man dann noch mahlen.
Also drechselte er einen Holzmörser mit Stößel.

Natürlich ist der Kaffee Männersache
und wird im Männerabteil des Zeltes zubereitet.
Reiche Beduinen haben sogar einen extra Kaffeekoch!
Nur die Kaffeekannen fehlen mir noch.

Ist das nicht phantastisch?!
Drei Palmen hat er auch noch eingesetzt.
Eine als Schattenspender für das liegende Kamel
und zwei als Blickfang hinter dem Zelt.

Zum Schluß noch
einen Ziegenbock und eine Ziege
vor das Zelt neben dem dritten Kamel -
fertig ist die Laube.

Es ist wunderbar,
das könnt’ Ihr mir glauben.
Ich muß immer wieder hinschauen
ob all’ der Pracht.

Gabriele Fleischhacker
13.12.2001