Hörst Du

Hörst Du das dort oben?!

Dunkelheit,
Schmerz.
Würgende Flammen
umkrallen mein Herz.

Es lief doch alles wieder gut,
es ging aufwärts.
Dann dieser Anruf
und die Hölle tut sich auf.

Dieses Hin und Her,
dieses Auf und Ab.
Es geht gut,
es geht schlecht.

Es zerreißt mich schier.
Ich halte das nicht mehr aus.
Diese Ungewißheit
macht mich kaputt.

Aber was soll er sagen?
Er hat die Schmerzen.
Er muß alles erleiden,
alles ertragen.

Unten schreit ein Kind vor Zorn,
wirft sich auf den Boden,
tritt mit den Beinen in die Luft,
schreit und schreit und schreit.

Es kann seiner Wut
oder seinem Frust
oder was auch immer
nachgeben, Raum lassen.

Anfangs habe ich auch
dem Schmerz nachgegeben.
Aber ich versank darin,
es wurde nicht besser.

Das ist der Unterschied
zum Kind-Sein:
Wir wissen und sehen
und kein Schreien hilft.

Zuversicht und Kraft und Stärke
brauchen wir. Hoffnung.
Wie sagt Vati immer:
Jetzt kann es nur noch aufwärts gehen!

Sein Wort in Gottes Ohr.
Hörst Du das dort oben?!


Gabriele Fleischhacker
9.9.2002