Himmel 4

Himmel

Über mir spannt sich der perfekte Himmel -
kristallklar -
und ich öffne mich weit dieser Schönheit -
staunend -
alles schaut so anders aus in diesem Glanz -
verzaubert -
nicht von dieser Welt.

Ich sehe Baumriesen meinen Weg säumen -
ehrfurchtsgebietend –
fühle die weichen Moospolster unter meinen Füßen -
blaugrün –
spüre einen unirdischen Hauch auf meinen Wangen -
samtweich –
ich bin hingerissen!

Mein Blickfeld erweitert sich und ich sehe Wölkchen -
unzählige -
golden bestrahlt von der aufgehenden Sonne -
glänzend –
einfach wunderbar anzuschauen –
staunend –
wie ein Kind.

Ich drehe mich um –
neugierig –
hinter mir ist der Himmel voller Wolken –
langgezogen –
alle streben zum Licht –
erwartungsvoll –
ziehen graue Schleier hinter sich her.

Es wird immer heller –
sonderbar –
aber matter und matter –
glanzlos –
die grauen Wolken breiten sich aus –
fächerförmig –
bis sie den Himmel fast ganz bedecken.

Übrig bleibt ein fader Himmel –
elend -
riesige graue Flächen –
öde –
ab und zu ein heller Fleck dazwischen –
unauffällig –
vergiß‘ es einfach.


Gabriele Fleischhacker
20.11.2002